Bärbel Beuermann, Herner Stadtverordnete und Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE. NRW, sowie Jürgen Klute, Mitglied im Parteivorstand und Kandidat für das Europa-Parlamentauf haben vom 16. - 18. April auf Einladung der Gewerkschaft ZZG an der von der Rosa Luxemburg Stiftung organisierten Konferenz "Bergbau - Energie - Wirtschaft - Gesellschaft" in Kattowitz teilgenommen.
Neben polnischen Teilnehmern nahmen auch Vertreter aus der benachbarten Tschechischen Republik und Ungarn teil. Die Gastgeberin, die Gewerkschaft ZZG gehört dem Dachverband OPZZ an, der mit etwa einer Millionen Mitgliedern zusammen mit der Gewerkschaft Solidarnosc zu den mit Abstand stärksten Gewerkschaftsstrukturen Polens gehört. Der ZZG-Vorsitzende Andrzej Chwiluk ist Vize-präsident der "Europäische Föderation der Bergarbeiter-, Chemie- und Energiegewerk-schaften" EMCEF.
Die stellvertretende Wirtschaftsministerin Joanna Strzelec - Lobodzinska betonte in ihrer Rede die wirtschaftliche Bedeutung des Bergbaus für die Region.
"Polen steht ein unvermeidlicher Wandel in der Energiewirtschaft noch bevor. Probleme und Fehler beim Ausstieg aus der deutschen Steinkohle dürfen sich in Polen nicht wiederholen. Das Ruhrgebiet zahlte den Umbruch mit einem hohen Preis: Arbeitslosigkeit und Energie-teuerung. Solche schmerzhaften Erfahrungen sollen den polnischen Bergleuten erspart bleiben," so Beuermann. " Ich schlage deshalb drei Schwerpunkte vor, die im Ruhrgebiet sträflich vernachlässigt wurden: Erstens den Erhalt des Bergbaus um Energiearbeitsplätze und Energiewissen in der Region zu sichern, zweitens moderne und effiziente Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung an den bestehenden Energiestandorten und drittens ein zügiger Ausbau erneuerbarer Energien als heimische Energieträger der Zukunft und für mehr Beschäftigung," ergänzt Jürgen Klute.
