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DIE LINKE. Fraktion Herne/Wanne-Eickel

"Ja" zum Hallenbad! DIE LINKE Fraktion Herne/Wanne-Eickel spricht sich für den Bürgerentscheid aus.

© Hallenbad-Eickel, by Knochen 2013, CC-BY-SA-3-0, commons.wikimedia.org

Liebe Herner:innen,

Kinder müssen schwimmen lernen! Schwimmen ist eine der gesündesten Sportarten. Sie trainiert gleichermaßen nahezu die gesamte Muskulatur. Trotzdem nimmt die Schwimmfähigkeit von Kindern laut einer Studie des DLRG von 2017 immer weiter ab: Knapp 60% der Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer.

Um schwimmen zu lernen braucht es geeignete Schwimmbäder, diese sind in Herne und Wanne-Eickel Mangelware. Der Schwimmunterricht der Schulen wie auch der Vereinsbetrieb im Schwimmsport wird immer stärker eingeschränkt. In Wanne-Eickel und ganz Herne fehlen nicht nur Möglichkeiten zum Schwimmen lernen, sondern auch zum Freizeit- und Ausbildungsschwimmen (Schwimmlehrer:innen, Ausbildung in Berufsfeuerwehr, Polizei und Rettungsschwimmen). In Wanne-Eickel gibt es nur das teure Spaß- und Erlebnisbad Wananas. Viele Menschen können sich im Wananas kein wohnortnahes regelmäßiges Schwimmen leisten.

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Hallenbad Eickel schlägt deshalb vor, das 2016 geschlossene Hallenbad im ökologischen Sinne zu sanieren und umzubauen. Sanierung vor klimaschädlichen Neubau!

Dass die BI bereits zum zweiten(!) Mal die nötige Unterschriftenzahl zum Einreichen eines Bürgerbegehrens sammeln konnte, zeigt, dass ihr Anliegen in der Stadtgesellschaft viel Unterstützung findet. Dass es nun zu einem Bürgerentscheid kommt, ist Folge der Kompromisslosigkeit und fehlenden Gesprächsbereitschaft der politischen Akteure unserer Stadt. Statt gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wurde die Bürgerinitiative sowohl von der Herner Verwaltung als auch von den meisten Fraktionen des Stadtrates nicht ernst genommen. Der Vorschlag wurde als unrealistisch abgetan, die von der BI vorgetragenen Fakten ignoriert. Besonders dreist: Die Herner Verwaltung nannte astronomisch hohe Sanierungskosten, die sie aber nicht belegen konnte. Das ist unehrlich und undemokratisch.

Undemokratisch war auch der Grund, weshalb die Initiative überhaupt ein zweites Mal die Unterschriften sammeln musste: Der Stadtrat hat am 15. März 2022 das erste Bürgerbegehren der Initiative angenommen, welches vorsah, den Verkauf des Geländes an die Herner Stadtentwicklungsgesellschaft rückgängig zu machen, nur um fünf Minuten später diesen Beschluss zu konterkarieren. Noch in derselben Ratssitzung ist beschlossen worden, das Gelände zu einem Verkauf an einen Investoren auszuschreiben. Ehrlich und demokratisch wäre es gewesen, wenn wir stattdessen damals schon einen Bürgerentscheid gehabt hätten, anstatt die Sache mit solchen Tricks zu verzögern und die Initiative noch einmal zu zwingen, Tausende Unterschriften zu sammeln.

Wir halten die Vorschläge der Bürgerinitiative für realistisch und gut! Das von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Modell halten wir dagegen für falsch. Es sieht vor, das Hallenbad abzureißen und die Fläche wirtschaftlich zu entwickeln. Dabei soll nebenbei auch ein Lehrschwimmbecken entstehen. Wir wollen dagegen ein Schwimmbad und kein Planschbecken!

Auch ökologisch ist ein Abriss mit anschließendem Neubau unsinnig. Vorhandenen Baubestand zu sanieren ist in der Regel deutlich preisgünstiger und klimaschonender als ein Neubau. Baustoffe wie Zement haben einen gigantischen CO2-Fußabdruck. Auch deshalb lehnen wir die Pläne der Stadt ab!

Liebe Herner:innen, Sie haben es in der Hand! Wir vertrauen darauf, dass Sie die richtige Entscheidung treffen!

Glück auf!

 

 

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