Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Antrag an Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie: Runder Tisch Kinderarmut

Beschlussvorschlag:

1. Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie richtet einen „Runden Tisch Kinderarmut“ ein.

2. Die Verwaltung wird beauftragt, zur kommenden Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie ein Konzept „Runder Tisch Kinderarmut“ zur Beschlussfassung vorzulegen, das unter anderem Vorschläge zur konkreten Aufgabenstellung und der zu beteiligende Akteure beinhaltet.

 

Begründung:

zu 1)

Kinderarmut ist kein marginales Phänomen – nirgends in Nordrhein-Westfalen gibt es so hohe Kinderarmut wie im Ruhrgebiet. Insbesondere in Haushalten von Alleinerziehenden, Arbeitslosen, Teilzeitbeschäftigten sowie Migrantinnen und Migranten gehört Kinderarmut zum Alltag. Armut wirkt sich für Kinder in vielen ihrer zentralen Lebensbereiche negativ aus.

Oftmals haben die betroffenen Kinder nicht einmal die Chance, der Armutsspirale zu entkommen. Aus einer Kindheit in Armut wird oftmals eine lebenslange Benachteiligung. Arme Kinder haben neben geringen materiellen Ressourcen schlechtere Zukunfts- und Bildungsperspektiven und sind häufiger von Ausgrenzung betroffen. Bereits mit sechs Jahren können sich arme Kinder im Schnitt schlechter konzentrieren und sind häufiger übergewichtig und krank als ihre nicht armen Altersgenossinnen. Sie können schlechter sprechen und zählen. Die Aussicht auf eine Gymnasialempfehlung für Kinder aus armen Verhältnissen tendiert gegen null.

Vor dem Hintergrund der Kinderarmut in Herne steht die Stadt in der Pflicht im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles zu unternehmen, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Die Einberufung eines Runden Tisches bietet den geeigneten Rahmen, um Möglichkeiten und Handlungsoptionen zu prüfen und Handlungsempfehlungen zur Reduzierung von Kinderarmut in Herne zu erarbeiten.

Zu 2)

Konkrete Aufgaben des Runden Tisches könnten unter anderem sein:

  • Beschreibung der Ist-Situation und Analyse der Ursachen der Armut bei Familien, Jugendlichen und Kindern.
  • Darstellung und Bewertung laufender kommunaler Maßnahmen zur Minderung von Ursachen und Folgen von Armut.
  • Empfehlungen für mögliche neue Maßnahmen und Handlungsansätze.
  • Vorbereitung eines integrierten Handlungskonzepts zur strukturellen Verbesserung der Lebenssituation und Chancen armer Familien, Jugendlicher und Kinder.

Zu beteiligenden Akteure könnten neben Politik und Verwaltung Vertreterinnen der Arbeitslosenzentren, der Wohlfahrtsverbänden, des Stadtjungendrings, der Wohnungsgesellschaften, der Migrantinnenselbstorganisationen und andere sein.

Mit freundlichen Grüßen, Daniel Kleibömer

 

 


Jetzt Mitglied werden

Mitmachen und einmischen! Für Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Gegen Waffenexporte und Kriegseinsätze der Bundeswehr. Für mehr Demokratie und eine gerechte Verteilung des Reichtums. 

Jetzt Mitglied werden ...

19:30 - 22:00 Uhr
DIE LINKE. Herne / Wanne-Eickel, Hauptstraße 181, 44652 Herne

Für die Freiheit!

Eine Solidaritätsveranstaltung zu Rojava

Das Jahr 2014 ist einigen international denkenden Menschen in Europa noch in Erinnerung: Der 'Islamische Staat'(IS) wollte die kurdische Stadt Kobane im Norden Syriens erobern und ihre Einwohner grausam unterdrücken. Dank des mutigen Kampfes der kurdischen Befreiungskräfte YPG und YPJ, die die Hauptlast der Verteidigung trugen, konnte der Angriff des IS abgewehrt werden, der damals auch verdeckt durchs türkische Militär unterstützt wurde. In den vom IS befreiten Kantonen Afrin, Kobane und Qamishli in Nordsyrien baute die kurdische, christliche und arabische Bevölkerung mit Unterstützung der YPG und YPJ eine beispielhafte Demokratie, die vielen Menschen in Deutschland unbekannt ist, unter dem Namen Rojava / Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien auf. Es ist z.B. einer der wenigen Bereiche im Nahen Osten, wo der Grundsatz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" herrscht.

Erdogan, der nicht einmal eine kleinste Form kurdischer Autonomie duldet, ließ 2018 die türkischen Truppen verbündet mit islamistischen Milizen nach Afrin und im Oktober 2019 mit einer Tiefe von 30 Kilometern in die Kantone Kobane und Qamishli in Nordsyrien einfallen. Die Folgen waren verheerend: Viele Menschen wurden von Erdogans Truppen getötet, tausende Menschen wurden aus Rojava vertrieben. Erdogan versuchte, die Selbstverwaltung der Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrienzu vernichten. Dieser türkische Angriff wurde mit deutschen Waffen unterstützt.

Wir möchten in der Solidaritätsveranstaltung zu Rojava / Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien am 28.2.2020 in Herne mit der Referentin Frau Dersim Dağdeviren über folgende Fragen diskutieren:

  • Wie ist die aktuelle Lage in Nordsyrien / Rojava?
  • Wie arbeitet die demokratische Selbstverwaltung in Rojava?
  • Welche Unterstützung leistet die Bundesregierung für das türkische Militär? Was kann man dagegen tun?
  • Ist die Aufhebung des PKK-Verbots in Deutschland ein wichtiger Beitrag zur Solidarität mit den Menschen in Kurdistan?

www.facebook.com/events/870603080036673/

In meinen Kalender eintragen