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DIE LINKE. KV Herne/Wanne-Eickel

Ausstellung: "Frauen in Männerberufen"

Es gibt sie nicht mehr offiziell. Aber es gibt sie immer noch informell: Die Männerberufe. Beispiele gefällig?

Kraftfahrzeugmechatroniker, Systemadministratoren, Mathematiker, Kapitäne, Vorstandsvorsitzende, Müllmänner, Notärzte. Nicht zu vergessen: Die „gelben Engel“ vom ADAC.

Berufe, die in der Mehrzahl von Männern ausgeübt werden und in denen die Männer in der Regel erheblich mehr Geld verdienen als Frauen.

Dass auch Frauen in diesen Berufen ihre Frau stehen können, steht außer Zweifel. Dies wollen wir anhand exemplarischer Beispiele aus der Geschichte und der Gegenwart in unserer Ausstellung „Frauen in Männerberufen" zeigen und beweisen.

Die Ausstellung kann ab dem 7. März 2022 auch in unserer Geschäftsstelle (Hauptstraße 181) besichtigt werden.

© Yair Haklai, Fanny Hensel at Mendelssohnhaus in Leipzig, CC BY-SA 4.0

Fanny Hensel

(* 14. November 1805 in Hamburg; † 14. Mai 1847 in Berlin)

Deutsche Komponistin der Romantik sowie Pianistin, Dirigentin und Konzertorganisatorin.
Ihr kompositorisches Werk, von dem bisher nur ein kleiner Teil veröffentlicht ist, umfasst über 460 Werke.
Eine musikalische Karriere und Veröffentlichungen zu Lebzeiten waren ihr von der Familie weitgehend untersagt worden: Sie war die ältere Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847).
"Die Musik wird für ihn [Felix] vielleicht Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbaß Deines Seins und Tuns werden kann und soll." (Ihr Vater Abraham Mendelssohn über Fanny)

© Andrea Mancini - Esperanza Spalding, CC BY 2.0

Alexandra ­Michailowna ­Kollontai

(* 19. März 1872 in Sankt Petersburg; † 9. März 1952 in Moskau)

Diplomatin, Schriftstellerin und erste Ministerin und Botschafterin der jüngeren Geschichte.
Kollontai setzte sozialreformerische Ideen in ihrer Zeit als Volkskommissarin um und engagierte sich für eine stärkere Bedeutung der Frau in der russischen Gesellschaft. Sie kritisierte wiederholt die Führer Lenin und Stalin, dennoch blieb sie das einzige Mitglied des ZK der KPdSU des Jahres 1927, das die von Stalin initiierte große Säuberung überlebte.

© MGM Records/Verve, The Velvet Underground circa 1966, gemeinfrei

Maureen Ann „Moe“ Tucker

(* 26. August 1944 in New Jersey)

Ehemalige US-amerikanische Schlagzeugerin. Sie war Mitglied der Gruppe The Velvet Underground.
Maureen Tucker erlangte als eine der ersten Frauen internationale Berühmtheit am Schlagzeug und war an den meisten Aufnahmen der Velvet Underground bis 1970 beteiligt. 2016 reihte der Rolling Stone Tucker als eine von nur fünf Frauen unter die 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.
[Foto: The Velvet Underground (im Uhrzeigersinn von o. l.): Lou Reed, Sterling Morrison, John Cale, Moe Tucker, Nico]

© Raimond Spekking, 2020, CC BY-SA 4.0

Carola Rackete

(* 8. Mai 1988 in Preetz)

Eine von nur 10 Kapitänin in Deutschland.
Sie erlangte internationale Bekanntheit, als sie im Juni 2019 als Kapitänin der Sea-Watch 3 insgesamt 53 aus Libyen kommende Flüchtlinge bzw. Migranten im Mittelmeer aus Seenot rettete und nach wochenlangem Warten auf eine Genehmigung trotz eines Verbots durch italienische Behörden den Hafen der Insel Lampedusa anlief.

© NASA, Katherine Johnson at NASA in 1966, gemeinfrei

Katherine Johnson

(* 26. August 1918 in White Sulphur Springs; † 24. Februar 2020 in Newport News)

US-amerikanische Mathematikerin afroamerikanischer Abstammung.
Katherine Johnson war Teil der „Rocketwomen“ - Raketentechnikerinnen und NASA-Mathematikerinnen, die die USA im Weltraum-Rennen auf Kurs brachten: Die Rocketwomen erarbeiteten die Grundlagen für die Raumfahrt. Sie errechneten unter anderem die Flugbahnen für das Mercury-Programm und den ersten bemannten Flug zum Mond im Rahmen der Apollo-11-Mission.

© Inga Haar, CC BY-SA 3.0

Jutta Allmendinger

(* 26. September 1956 in Mannheim)

Deutsche Soziologin. Sie ist seit 1. April 2007 Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung.
1999 führte Allmendinger den Begriff der Bildungsarmut in die stark ökonomisch geprägte arbeitsmarktpolitische Debatte in Deutschland ein. Sie und andere Bildungsexperten fordern die Abschaffung von Aufgaben, die zu Hause erledigt werden müssen.

© Mozamaniac - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Julia Wissert

(* 1984 in Freiburg im Breisgau)

Deutsche Regisseurin und Intendantin, die in den Bereichen Theater, Musiktheater und Film arbeitet.
Seit der Spielzeit 2020/21 ist sie Intendantin des Schauspiels Dortmund. Wissert verfasste Texte zu den Themen des strukturellen Rassismus im Theater, u. a. ihre Diplomarbeit: Schwarz.Macht.Weiß: eine künstlerische Recherche zu strukturellem Rassismus auf deutschsprachigen Bühnen (2014). Durch die kritische Auseinandersetzung mit dem Arbeitsumfeld, in dem sie sich als Künstlerin bewegt, folgten Artikel und Vorträge. 2017 entwickelten die Anwältin Sonja Laaser und Julia Wissert die Anti-Rassismus Klausel. Die Klausel ist ein vertraglicher Zusatz für Werkverträge, durch den Leitungen von Kulturinstitutionen verbindlich zusagen, sich im Falle von diskriminierendem Verhalten gegenüber dem Künstler, um eine schnelle Aufklärung ohne Bestrafung zu bemühen.

© Wayamo Foundation - Fatou Bensouda, Ancienne Procureure de la Cour pénale internationale, CC BY-SA 2.0

Fatou Bensouda

(* 31. Januar 1961 in Bathurst)

Gambische Juristin.
Von Juni 2012 bis Juni 2021 war sie Chefanklägerin beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Zuvor war Bensouda stellvertretende Anklägerin beim IStGH, von 1998 bis 2000 war sie Justizministerin in Gambia.
Im November 2017 beantragte sie vor dem Gericht die Eröffnung eines Strafverfahrens betreffend den Afghanistan-Krieg seit 2002. Im März 2020 machte der IStGH den Weg für Ermittlungsverfahren zu möglichen Kriegsverbrechen in Afghanistan frei. Dies schließt auch Ermittlungen gegen US-Soldaten und Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA ein. Daraufhin genehmigte US-Präsident Trump drei Monate später eine Verfügung, wonach u. a. etwaige Besitztümer von Mitarbeitern des Gerichtshofs in den USA eingefroren werden können. Im September 2020 kündigte US-Außenminister Mike Pompeo an, Bensouda auf die Specially Designated Nationals and Blocked Persons zu setzen. (Eine schwarze Liste, das neben Sanktionen gegen Terroristen oder Angehörige diktatorischer Regimes auch Delikte wie z. B. Drogenhandel umfasst.)  Auch Mitarbeiter von ihr würden von der US-Regierung mit Strafmaßnahmen belegt.

© Lise Meitner und Otto Hahn im Labor, Kaiser-Wilhelm Institut für Chemie, Berlin. 1913, gemeinfrei

Lise Meitner

(* 7. November 1878 in Wien; † 27. Oktober 1968 in Cambridge)

Österreichische Kernphysikerin.
Unter anderem veröffentlichte sie im Februar 1939 zusammen mit ihrem Neffen Otto Frisch die erste physikalisch-theoretische Erklärung der Kernspaltung, die ihr Kollege Otto Hahn und dessen Assistent Fritz Straßmann am 17. Dezember 1938 ausgelöst und mit radiochemischen Methoden nachgewiesen hatten. Für die Entdeckung und den radiochemischen Nachweis der Kernspaltung wurde Otto Hahn 1945 der Nobelpreis für Chemie für das Jahr 1944 verliehen. Lise Meitner und Otto Frisch wurden dabei nicht berücksichtigt, und auch in den darauf folgenden Jahren wurde ihnen diese Ehrung nicht zuteil, obwohl sie von mehreren Physikern – auch von Otto Hahn selbst – für den Physik-Nobelpreis vorgeschlagen wurden.

© DFG bewegt, CC BY 3.0

Antje Boetius

(* 5. März 1967 in Frankfurt am Main)

Deutsche Meeresbiologin und Professorin der Universität Bremen.
Von Januar 2015 bis Dezember 2020 war sie Vorsitzende des Lenkungsausschusses von Wissenschaft im Dialog und seit November 2017 leitet sie das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Boetius hat an rund 40 meeresbiologischen Erkundungsexpeditionen teilgenommen und war Leiterin verschiedener internationaler Forschungsreisen. In der öffentlichen Debatte um die Klimakrise setzt sich Boetius für eine deutliche Verschärfung des Klimaschutzes ein; so schrieb sie 2019 mit Blick auf die Politik: "Mutig bedeutet hier, jetzt für den Klimaschutz einen großen Schritt zu tun. Mutig heißt, dafür zu sorgen, dass der Bürger mitkommt und dabei mitmachen will und kann. Wir können uns wirklich keine Verzögerung beim Klimawandel und auch nicht das Verpassen unserer eigenen Ziele leisten."

© Lesekreis - Eigenes Werk, CC0

Katja Kraus

(* 23. November 1970 in Offenbach am Main)

Ehemalige deutsche Fußballtorhüterin und -funktionärin.
Von 1998 bis 2003 war sie Pressesprecherin von Eintracht Frankfurt. Zum 16. März 2003 wurde sie beim Hamburger SV Vorstandsmitglied für die Bereiche Marketing und Kommunikation. Damit wurde Kraus zur ersten Frau im Vorstand eines Fußball-Bundesligisten.

© Dontworry - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Bibiana Steinhaus-Webb

(* 24. März 1979 in Bad Lauterberg)

Deutsche Fußballschiedsrichterin.
Sie ist die erste Frau, die im deutschen Männer-Profifußball Spiele leitete. Außerdem ist sie die erste Frau, die sowohl das Finale einer Frauen-Weltmeisterschaft als auch das eines olympischen Fußballturniers der Frauen geleitet hat. Steinhaus ist Unterzeichnerin des Positionspapiers "Fußball kann mehr" für mehr Frauen im Fußball, das im Mai 2021 veröffentlicht wurde. Daraufhin wurde ihr aus dem Vorstand des DFB nahegelegt, sich sehr genau zu überlegen, ob sie Teil dieser Initiative sein wolle.

© Alfred Edward Chalon - Science Museum Group, gemeinfrei

Ada Lovelace

(* 10. Dezember 1815 in London; † 27. November 1852 ebenda)

Augusta Ada King-Noel, Countess of Lovelace, genannt Ada Lovelace, war eine britische Mathematikerin und Gesellschaftsdame sowie Tochter des Dichters Lord Byron.
Sie legte in ihren Aufzeichnungen und in Veröffentlichungen ein konkretes Programm für die Maschine am Beispiel der Berechnung von Bernoulli-Zahlen vor. Daher gilt sie für manche Historiker als erste Programmiererin der Welt. Die Programmiersprache Ada, die Lovelace Medal sowie der Ada Lovelace Award wurden nach ihr benannt.

© aadam7, flickr.com

Jutta Limbach

(* 27. März 1934 in Berlin-Neukölln; † 10. September 2016 ebenda)

Rechtswissenschaftlerin sowie Professorin an der Freien Universität Berlin, Politikerin (SPD) und Berliner Justizsenatorin. Von 1994 bis 2002 war sie die erste  Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und von 2002 bis 2008 Präsidentin des Goethe-Instituts.

© OTFW, Berlin - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0

Emilie Lehmus

(* 30. August 1841 in Fürth; † 17. Oktober 1932 in Gräfenberg)

Emilie Lehmus und Franziska Tibertius studierten in Zürich Medizin und beendeten beide ihr Studium mit ihrer Promotion.
Zusammen eröffneten sie 1876 als erste Ärztinnen in Deutschland eine Hausarztpraxis, obwohl in Deutschland ihr medizinischer Abschluss nicht anerkannt wurde. In Folge sahen sich beide jahrelang öffentlichen Anfeindungen und Vorbehalten der männlichen Ärzteschaft ausgesetzt. Sie durften zwar praktizieren, jedoch mussten sie sich als "Dr. med. in Zürich" ausweisen, wonach sie dem Status nach Heilpraktiker waren. Der Titel "Arzt" wurde ihnen nicht zugestanden, da dieser an eine deutsche Approbation gebunden war.  Ein deutsche Approbation zu erlangen, war allerdings nicht möglich: Frauen durften zu der Zeit im deutschen Reich nicht studieren.

© Bain News Service, publisher - Library of CongressCatalog, gemeinfrei

Lydia Rabinowitsch-Kempner

(* 10. August 1871 in Kaunas; † 3. August 1935 in Berlin)

Russisch-deutsche Mikrobiologin.
Ihr wurde als zweiter Frau in Preußen und als erster in Berlin der Professorentitel verliehen. Sie gab außerdem als erste Frau mit der Zeitschrift für Tuberkulose eine Fachzeitschrift heraus und wies die Übertragung der Tuberkelbazillen durch infizierte Kuhmilch nach. Im Jahr 1920 übernahm Rabinowitsch-Kempner das Bakteriologische Institut am Städtischen Krankenhaus Moabit, wurde jedoch auf Grund ihrer jüdischen Herkunft 1934 zwangspensioniert.

© PolizeiBerlin - Eigenes Werk, CC-BY 4.0

Margarete Koppers

(* 19. August 1961 in Wissel)

Juristin und zurzeit Generalstaatsanwältin in Berlin.
Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Zuvor war sie Polizeivizepräsidentin der Berliner Polizei, dort ebenfalls als erste Frau in diesem Amt.

© Prof. Dr. Margarete von Wrangell, Fürstin Andronikow. 1905, gemeinfrei

Margarete Baronesse von Wrangell

(* 26. Dezember 1876. in Moska; † 21. März 1932 in Hohenheim)

Deutsche Agrikulturchemikerin mit deutschbaltischer Abstammung und erste ordentliche Professorin an einer deutschen Hochschule.

© Dave Pinter, CC BY-NC-ND 2.0, flicker.com

Mary Barra

(* 24. Dezember 1961 in Waterford, Michigan)

US-amerikanische Managerin.
Sie löste im Januar 2014 Daniel Akerson als CEO bei General Motors ab – und war damit die erste Frau an der Spitze eines der großen Automobilherstellers. Davor war sie Executive Vice President des Unternehmens. 2014 wählte das Time Magazine Barra zu einer der 100 einflussreichsten Führungspersönlichkeiten der Welt.

© Dmitry Ternovoy, terranova.viewbook.com, FAL

Zaha Muhammad Hadid

(* 31. Oktober 1950 in Bagdad; † 31. März 2016 in Miami)

Irakisch-britische Architektin, Architekturprofessorin und Designerin.
Als erste Frau erhielt sie 2004 die bedeutendste Ehrung in der Architektur, den Pritzker-Architektur-Preis. Im Jahr 2009 wurde ihr der renommierte internationale Kulturpreis Praemium Imperiale der Japan Art Association verliehen.

© by Jessica Romanowski

Jessica Romanowski

(* 12. April 1989 in Lüdenscheid)

Kraftfahrzeugmechatronikerin
Hat 2016 eine Ausbildung zur KFZ-Mechatronikerin bei Opel Bieling erfolgreich abgeschlossen. Nach mehreren Weiterbildungen ist sie nun auch Diagnosemechanikerin für Peugeot und besitzt den Hochvolt-Schein 1+2 für Elektroautos. Im Betrieb ist sie Abgasuntersuchungsbeauftragte (AUB).

© Amanda Phingbodhipakkiya, www.beyondcurie.com, CC BY-SA 4.0

Maryam Mirzakhani

(* 12. Mai 1977 in Teheran; † 14. Juli 2017 in Stanford)

Iranische Mathematikerin, die 2014 als erste und bislang einzige Frau und erste iranische Person mit der Fields-Medaille ausgezeichnet wurde für "herausragende Beiträge zur Geometrie und Dynamik Riemannscher Flächen und ihrer Modulräume".
Seit 2008 war sie Professorin an der Stanford University.

© Reclus - Alice Hasters 2020, CC0 1.0

Alice Haruko Hasters

(* 10. Juni 1989 in Köln)

Deutsche Journalistin, Buchautorin und Podcasterin.
Unter der Selbstbezeichnung als Schwarze schreibt und publiziert sie insbesondere über afrodeutsche Identität, Rassismus, Feminismus und Intersektionalität, auch in ihrem 2019 erschienenen autobiographischen Debütbuch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten.“ Das Buch erreichte im Juni 2020 Platz 3 der Spiegel-Bestsellerliste Bestseller Paperback Sachbuch 26/2020 und hielt diesen Platz auch in der Kalenderwoche 28/2020. In der Spiegel-Jahresbestsellerliste Paperback Sachbuch erreichte das Buch Platz 5. Vom medium magazin wurde Hasters als Kulturjournalistin des Jahres 2020 ausgezeichnet.

© Daniel Adam - Maren Urner, CC BY-SA 3.0

Maren Urner

(* 1984 in Herford)

Neurowissenschaftlerin und Autorin.
Urner ist Mitgründerin des 2016 entstandenen Online-Magazins Perspective Daily und Professorin für Medienpsychologie an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Sie vertritt die Notwendigkeit des Konstruktiven Journalismus, der nicht ausschließlich Probleme aufzeigt, sondern auch Lösungsansätze diskutiert.

© Portrait of Emmy Noether around 1900 by Cordula Tollmien, gemeinfrei

Emmy Noether

(* 23. März 1882 in Erlangen; † 14. April 1935 in Bryn Mawr, Pennsylvania)

Deutsche Mathematikerin, die grundlegende Beiträge zur abstrakten Algebra und zur theoretischen Physik lieferte.
Insbesondere revolutionierte sie die Theorie der Ringe, Körper und Algebren. Das von ihr entdeckte Noether-Theorem verbindet Symmetrien von physikalischen Naturgesetzen mit der Existenz von zugehörigen Erhaltungsgrößen.

© Viet Nguyen-Kim - Mai Thi Nguyen-Kim 2017, CC BY-SA 3.0 DE

Mai Thi Nguyen-Kim

(* 7. August 1987 in Heppenheim)

Wissenschaftsjournalistin und Fernsehmoderatorin bei ARD und ZDF, Chemikerin, Autorin und YouTuberin (maiLab).
Seit Juni 2020 ist sie Mitglied im Senat der Max-Planck-Gesellschaft. Anfang April 2020 erreichte maiLab mit einem Video zur Corona-Pandemie innerhalb von vier Tagen mehr als 4 Millionen Aufrufe und war zeitweise Nummer 1 der YouTube-Trends. Damit ist es das erfolgreichste Video auf dem YouTube-Kanal.

© Andrea Mancini - Esperanza Spalding, CC BY 2.0

Esperanza Spalding

(* 18. Oktober 1984 in Portland, Oregon)

US-amerikanische Jazzmusikerin (Bass, Gesang, Komposition) und Grammy-Preisträgerin.

© Unbekannter Autor, circa 1898, gemeinfrei

Marie Curie

(* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 bei Passy)

Physikerin und Chemikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich lebte und wirkte.
Sie untersuchte die 1896 von Henri Becquerel beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort "radioaktiv". Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie ist die einzige Frau unter den vier Personen, denen bisher mehrfach ein Nobelpreis verliehen wurde, und neben Linus Pauling die einzige Person, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt.