Bundesregierung muss sozialen Wohnungsbau ankurbeln!

Die Linke Bund

Die Bundesregierung wird ihre Wohnungsbauziele auch 2024 deutlich verfehlen. Deshalb drängt Janine Wissler, Vorsitzende der Partei Die Linke, nun auf schnelle Maßnahmen, um Wohnungsnotstand und Mietenexplosion wirksam zu bekämpfen:

"Auch beim Wohnungsbau verfehlt die Bundesregierung ihre selbstgesteckten Ziele mehr als deutlich. Statt 400 000 neuer Wohnungen werden in diesem Jahr wohl nur 265 000 fertig. Damit wird die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage immer größer, was vor allem windige Vermieter und Immobilienkonzerne ausnutzen, um die Mieten weiter nach oben zu treiben.

Die Bundesregierung muss jetzt konkrete Schritte einleiten, um die Mieterinnen und Mietern vor den Folgen ihrer verfehlten Wohnungspolitik zu schützen. Ein erster Schritt wäre ein bundesweiter Mietendeckel und ein Mietenstopp für die nächsten sechs Jahre. Denn immer mehr Menschen können sich die Mieten nicht mehr leisten oder müssen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für die Wohnung aufbringen.

Vor allem aber muss die Ampel den sozialen Wohnungsbau ankurbeln. Wir brauchen 250 000 zusätzliche Sozialwohnungen pro Jahr durch Neubau und Ankauf. Denn derzeit entstehen vor allem Wohnungen für Besserverdienende, denn private Bauherren investieren lieber in Luxuswohnungen, da hier fette Profite locken. Deshalb müssen Genossenschaften und kommunale Wohnungsbetriebe wieder verstärkt bauen. Nur so entstehen bezahlbare und qualitativ hochwertige Wohnungen. Hierfür muss die Ampel einen Wohnungsbaufonds von jährlich 20 Milliarden Euro auflegen. Wenn die Ampel weiter untätig bleibt, wird Wohnen in Großstädten bald unbezahlbar."


Pressestelle Die Linke, 26. Juni 2024