Frauenkörper sichtbar machen: Die Linke Herne setzt ein Zeichen für reproduktive Rechte und gegen Medical Gaslighting
Im Rahmen der 33. Herner Frauenwoche 2026 (2.–15. März) veranstaltet der Kreisverband Herne der Partei Die Linke am Samstag, dem 7. März 2026, einen ganztägigen Informations- und Gesprächstag unter dem Titel „Frauenkörper sichtbar machen“. Von 11:00 bis 17:00 Uhr steht im Stadt Forum Herne die strukturelle Unsichtbarkeit von Frauen* in Medizin und Gesellschaft im Mittelpunkt.
Ziel der Veranstaltung ist es, auf bestehende Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung aufmerksam zu machen und politische Konsequenzen zu diskutieren. Thematisiert werden unter anderem kostenfreie Verhütung, die unzureichende Forschungslage bei frauen*spezifischen Erkrankungen sowie die Abschaffung des §218. Zugleich soll Solidarität mit besonders betroffenen Gruppen – etwa von Periodenarmut oder Obdachlosigkeit betroffenen Frauen* – gestärkt werden.
Frauen*krankheiten und Medical Gaslighting
Nach der Eröffnung um 11:00 Uhr widmet sich der erste Themenblock dem Schwerpunkt „Frauenkrankheiten und Medical Gaslighting“. Anhand von Endometriose berichten Betroffene aus dem Kreisverband über lange Diagnosewege und fehlende Anerkennung ihrer Beschwerden. Studien zeigen, dass Betroffene mit Endometriose durchschnittlich sieben bis zehn Jahre auf eine Diagnose warten.
Erfahrungsberichte zu weiteren Erkrankungen wie Lipödem, chronischer Migräne, Fibromyalgie oder PMDS verdeutlichen, wie häufig Schmerzen bagatellisiert oder psychologisiert werden. In der anschließenden Diskussion geht es um strukturelle Ursachen dieser Verzögerungen und darum, weshalb unsichtbar gemachter Schmerz ein politisches Problem ist.
Reproduktive Rechte und Selbstbestimmung
Ab 14:15 Uhr stehen reproduktive Rechte im Fokus. Wiebke Köllner spricht über Schwangerschaftsabbrüche, die Abschaffung des §218 und die Kampagne „My Voice, My Choice“.
Ergänzt wird das Programm durch eine Lesung und Diskussion mit der Autorin Sibel Schick aus ihrem Buch „Mein Körper – Wessen Entscheidung?“. Eine weitere Diskussionsrunde widmet sich der Frage, was Frauen* für echte Selbstbestimmung benötigen und wie Verantwortung sowie finanzielle Lasten gerechter verteilt werden können – unter Einbeziehung von Männern als gesellschaftlich Mitverantwortliche.
Den Abschluss bildet um 16:45 Uhr das Zusammentragen gemeinsam erarbeiteter Forderungen.
Der Kreisverband Herne der Partei Die Linke lädt alle interessierten Bürger:innen sowie Vertreter:innen der Presse herzlich ein, sich zu informieren, mitzudiskutieren und gemeinsam für eine geschlechtergerechte Gesundheitsversorgung und reproduktive Selbstbestimmung einzutreten.
Veranstaltungsübersicht
Titel: Frauenkörper sichtbar machen
Datum: 07.03.2026
Zeit: 11:00 – 17:00 Uhr
Ort: Stadt Forum Herne, Bahnhofsstr. 65, 44623 Herne
Eintritt: frei

