Die Linke NRW fordert: Finger weg von unserer Rente
Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) erklärte Bundeskanzler Merz, dass die Rente zukünftig nur noch die Basisabsicherung für das Alter sein soll und nicht mehr ausreichen wird, um den Lebensstandard zu sichern.
Für viele Menschen ist das schon längst bittere Lebensrealität, zu der viele kürzungsrelevanten „Reformen“ beigetragen haben, wie z.B. auch die Nullrunde für die gesetzliche Rente im Jahr 2021 und die Nullrunde bei der Grundsicherung im Alter.
Der Bundeskanzler ignoriert offensichtlich, dass laut statistischem Bundesamt ca. 764 000 Personen (Ende 2025) mit Grundsicherung im Alter ihr Leben fristen mussten. Mit einem Anstieg um 3,4% ist deren Anteil überproportional gestiegen. Armut im Alter betrifft mehr Frauen als Männer. Ursachen dafür sind Lohndiskriminierung von Frauen sowie mehr Teilzeit und Erwerbs-unterbrechungen, meist aufgrund von Kinderbetreuung und Pflege.
Die Linke fordert u.a. einen höheren gesetzlichen Mindestlohn, die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze, eine bessere Anerkennung der Kindererziehung und Pflegezeiten, eine sofortige Anhebung des Rentenniveaus auf 53% und eine solidarische Mindestrente von 1.400 €.
Die seniorenpolitische Sprecherin der Linken in NRW, Ingrid Jost, fordert den Bundeskanzler Friedrich Merz auf, sich an seinen Diensteid zu halten und zum Wohle des deutschen Volkes zu handeln und Schaden von ihm zu wenden. Die Verarmung von Rentner*innen durch eine gezielte Umverteilung von unten nach oben schade dem sozialen Zusammenhalt und damit der ganzen Gesellschaft. Jost abschließend: „Eine gute Rente ist eine Frage von Respekt und Würde. Das darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.“

