Anfrage: Abschulungen
In diesem Jahr scheint die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die ein Schuljahr wiederholen oder gar die Schulform wechseln müssen, also abgeschult werden, besonders hoch.
Für den/die einzelne/n Schüler*in bedeutet dies in der Regel eine einschneidende Maßnahme, kratzt am Selbstwertgefühl oder wirkt sogar traumatisch. Zudem zeigen Untersuchungen immer wieder, dass Sitzenbleiben in der Regel zu kaum Verbesserungen der schulischen Leistungen und erst recht nicht für die Motivation.
In der letzten Sitzung des Schulausschusses vor den Ferien, konnte man mir auf meine Frage nach Zahlen dazu nicht antworten, da ja noch Nachprüfungen anstünden. Diese finden erfahrungsgemäß zum Ende der Sommerferien statt.
In der WAZ vom 19. Juli 2022 war dann eine Zahl zu erfahren, die auf Kritik des GEW stieß, weil nach deren Informationen die Anzahl viel höher liege.
In diesem Zusammenhang bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie kommen die unterschiedlichen Zahlen zustande?
2. Wie hoch ist die Zahl der Wiederholer je nach Schulform?
3. Wie hoch ist die Anzahl der Abgeschulten?
4. Von welcher Schulform zu welcher Schulform haben diese Kinder und Jugendliche gewechselt?
5. Wie sind die Schüler*innen auf welche aufnehmende Schule verteilt?
6. Wie hoch ist der Anteil der Sitzenbleiber und Abgeschulten mit nichtdeutscher Muttersprache?
7. Gibt es spezielle Förderungen für diese Schüler*innen?
8. Werden sie „abgeholt“?
9. Wie könnten Sitzenbleiben und Abschulungen sinnvoll vorgebeugt werden?
10. Wie kann der Fachbereich Schule und die Jugendhilfe unterstützend wirken?
Dateien
- 220825_SCH_Abschulungen
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