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Das Aktionsbündnis Psychotherapie warnt: "Die Psychotherapie, wie wir sie kennen, wird abgeschafft!"

PM – Die Linke NRW

Das Aktionsbündnis zum Welttag der seelischen Gesundheit am 10.10. ruft in Köln und Stuttgart zu Großdemonstrationen auf. Anlass sind die mit der Verabschiedung des „GKV- Beitragsstabilisierungsgesetzes“ beschlossenen Weichenstellungen für die psychotherapeutische Versorgung. Im Rahmen einer Notfallreform soll am 14. Oktober im Gesundheitsausschuss und möglicherweise am 15. oder 16. Oktober im Bundestag die Kürzungsorgie fortgesetzt werden.

Die angekündigten Verschlechterungen in der psychotherapeutischen Versorgung sind gravierend für Psychotherapeut*innen und erst recht für Patient*innen, mahnt die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken in NRW, Inge Höger: „Die Kurzzeittherapie wird durch den ersatzlosen Wegfall der bislang gezahlten Zuschläge zum 1. Januar 2027 abgewertet. Des weiteren sollen psychotherapeutische Leistungen sollen für erwachsene Patient*innen budgetiert werden. Das wird zu weniger Behandlungsplätzen und längeren Wartezeiten führen.“

Die Linke weist darauf hin, dass die Psychotherapie schon ohne weitere Kürzungen systematisch unterfinanziert sei. Psychische Erkrankungen gehörten inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Höger weiter: „Trotz steigender Fallzahlen gibt es viel zu wenig zugelassene Therapieplätze und es ist sehr schwer, einen Therapieplatz zu ergattern. Mit den Kürzungen wird sich  die Versorgung weiter verschlechtern.  Wer keinen Platz bekommt, zahlt die Behandlung aus eigener Tasche oder bleibt lange unbehandelt, weil die vorhandenen Kapazitäten von Privatpatient*innen beansprucht werden. Die neuen Vergütungsregeln werden die Situation verschlechtern. Dabei belegen Studien, dass rechtzeitige Therapien zu weniger Arbeitsausfällen führen und Folgekosten reduzieren.“


Pressemitteilung Die Linke NRW, 9. Oktober 2026

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