Offener Brief an Herrn Dr. Dudda zu Corona-Pandemie in Herne
Die Corona-Pandemie hat unter anderem datu geführt, dass drastische Maßnahmen getroffen worden sind, die einerseits Grundrechte beschneiden, andererseits aber auch Sinn machen angesichts der vielfach nur virtuell wahrgenommen Gefahren, die von Corona ausgehen.
Doch wer ist besonders vom Virus betroffen? Es sind all diejenigen, die kein Homeoffice machen können wie Krankenschwestern, Beschäftigte in der Lebensmittelindustrie oder im Einzelhandel. Er betrifft die Armen, die sonst schon kaum durch den Monat kommen, die in kleinen Wohnungen ausharren oder bei denen die Hilfseinrichtungen jetzt schließen. Es betrifft die Menschen in einem zerklüfteten Arbeitsmarkt wie in Herne, die nicht von den verbesserten Kurzarbeiterregelungen erfasst werden. Es betrifft natürlich auch die Solo-Selbständigen und Freiberufler - auch bei Beschäftigungen in Herne: Honorarkräfte der Musikschule oder der VHS, Integrationshelferinnen in den KiTas, Leiharbeitskräfte oder 450-Euro-Jobber bei städtischen Gesellschaften.
Wir wollen auch diesen Menschen helfen - und haben deshalb den Oberbürgermeister in einem offenen Brief gebeten, Maßnahmen einzuleiten, die die negativen Folgen zumindest abfedern.
