Für echte Ganztagsbetreuung statt Illusionen – NRW-Regierung scheitert bei Bildung und Betreuung!

PM – Die Linke NRW

Zur kürzlich vorgestellten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) über den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen erklärt Dominik Goertz, der bildungspolitische Sprecher von Die Linke NRW: „Die jüngste IW-Studie zur Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder bestätigt, was Eltern, Kommunen und Lehrkräfte seit Jahren wissen und immer wieder deutlich machen: Nordrhein-Westfalen ist nicht ausreichend auf den bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung vorbereitet und die Landesregierung trägt dafür die politische Verantwortung.“

Nach Berechnungen des IW fehlen gerade in Westdeutschland – und mit Abstand am stärksten in NRW – Zehntausende zusätzliche Ganztagsplätze, um den Bedarf der Familien zu decken. Allein in NRW fehlen 45.000 Plätze. „Trotzdem behauptet die Landesregierung durchgehend, man sei ‚auf Kurs‘. Bildungsministerin Feller verschließt die Augen vor der Realität, die sie mit ihrem politischen Zickzackkurs zu verantworten hat. Wer kein Rahmengesetz und keine verlässliche Finanzierung vorlegt, lässt Beschäftigte, Eltern und Kinder im Stich – ein skandalöses Versagen mit Ansage“, bekräftigt Goertz.

Die Linke NRW fordert deshalb: 

  • Ein verbindliches Landesgesetz zur Umsetzung des Ganztagsrechts mit klaren Qualitätsstandards für Lernzeiten, Personal und Räumlichkeiten statt halbgarer Leitlinien.
  • Eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung, die nicht auf dem Rücken der Kommunen ausgetragen wird, sondern vom Land gemeinsam mit dem Bund getragen wird.
  • Flächendeckende, gebundene Ganztagsschulen, die Bildung, Betreuung und Soziales gleichwertig integrieren, statt Betreuung als Anhängsel zu verwalten.

„Für die Kinder in NRW geht es um Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe. Wer behauptet, der Rechtsanspruch sei allein durch die vorhandene Infrastruktur zu stemmen, will Eltern sowie Beschäftigten in Schule und Jugendhilfe für dumm verkaufen. Wir sagen: NRW braucht endlich eine Bildungspolitik mit Zukunft  und keine halbherzigen Ausreden.“ Goertz abschließend.


Pressemitteilung Die Linke NRW vom 26. Februar 2026