Kinderarmut erreicht ein Rekordhoch, und die Linke fordert einen dringenden Politikwechsel
Laut dem aktuellen UNICEF-Bericht zu Kinderarmut seien über eine Million Kinder in Deutschland von Armut betroffen und hätten keine Zukunftsperspektive. Betroffenen Kindern fehle es oft an grundlegenden Bedürfnissen wie einer warmen Wohnung, einer vollwertigen warmen Mahlzeit, Kleidung und einem zweiten Paar Schuhe. Altersgemäße Freizeitaktivitäten seien meist unbezahlbar. Die schlechte Lage der Kinder wirke sich auch auf ihre Bildung aus, da sie oft Schwierigkeiten beim Lesen hätte . Hinzu kommen immer häufiger starke körperliche und psychische Beschwerden, die die Kinder weiter einschränken.
Sefika Minte, Sozialpolitische Sprecherin von Die Linke NRW, äußert sich schockiert über die Situation: „Etwa 44 Prozent der Kinder leben in überbelegten Wohnungen. Mindestens 130.000 Kinder in Deutschland sind wohnungslos und in kommunalen Unterkünften untergebracht. Das ist eine Schande.“
Minte kritisiert außerdem die Pläne von Friedrich Merz, das Bürgergeld im nächsten Jahr erneut zu kürzen. Sie sagt: „Und genau an dieser Stelle will Merz weiter einschneiden. Bei den Menschen, die ohnehin nichts haben. Es soll im nächsten Jahr wieder eine Nullrunde für Bürgergeldempfänger:innen geben. Schämen sie sich, Herr Merz.“
Außerdem betont Minte die Forderung der Linken nach fairen Chancen für alle Kinder, unabhängig von ihrem Aufwachsen und ihrer Herkunft. Sie erklärt: „Alle Kinder müssen faire Chancen auf ein gutes Aufwachsen haben. Die Linke fordert daher eine Kindergrundsicherung, die zum Leben reicht, sowie kostenlose, gesunde Mahlzeiten an den Schule.“
Pressemitteilung, Die Linke NRW, 15. November 2025
