Über 20 Milliarden mehr für Nordrhein-Westfalen: DIW-Studie bestätigt Vermögensteuerkonzept der Linken
Eine durch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW) erstellte Studie zu Steuermehreinnahmen durch eine Reaktivierung der Vermögenssteuer kommt zu dem Schluss, dass NRW durch diese jährlich rund 21 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen zur Verfügung hätte. Die Ergebnisse der Studie wurden heute im Rahmen der Bundespressekonferenz vorgestellt.
Hierzu Landessprecher Sascha H. Wagner, MdB:
„Die Studie zeigt: Das Geld ist da, es traut sich nur keiner ran. Stattdessen möchte die CDU lieber der arbeitenden Bevölkerung in die Tasche greifen und den Sozialstaat kleinschrumpfen. Mit dem Schreckgespenst des kommenden Haushalts beschwört auch in NRW die schwarz-grüne Landesregierung bei jeder Gelegenheit schmerzhafte Kürzungen.
Im Gegensatz zur Union liefern wir keine Sündenböcke, sondern soziale Lösungen. Die Vermögenssteuer hilft doppelt: Sie schließt den Krater zwischen den Überreichen und dem Rest der Bevölkerung. Zugleich fließt sie direkt an die Länder und hilft so, wichtige Dinge wie bezahlbares Wohnen, Bildung, ÖPNV oder handlungsfähige Kommunen zu finanzieren."
Der Sprecher der NRW-Landesgruppe im Bundestag führt aus:
„Eine Vermögenssteuer ist gerecht und demokratisch. Aktuell häuft eine kleine Gruppe von Menschen unvorstellbare Vermögen und damit extreme Macht an. Trotzdem wird Einkommen in Deutschland sehr hoch besteuert und Vermögen fast gar nicht. Diese Kuschelei mit den Überreichen muss ein Ende haben! Die Linke fordert schon lange, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Dagegen kann auch ein Bundeskanzler Merz nichts haben. Der erste Schritt dafür wäre aber, endlich die kaum besteuerten Riesenvermögen anzugehen. Die Studie dokumentiert die extreme Vermögensungleichheit in Deutschland: Der besitzlosen Hälfte steht das reichste Prozent gegenüber, das alleine über knapp 40 Prozent des Vermögens und sogar knapp 90 Prozent des Unternehmensvermögens verfügt. Nach Jahrzehnten der steuerlichen Bevorzugung dieser Gruppe durch die Aussetzung der Vermögensteuer, die Senkung der Kapitalertragsteuer, die Steuerbefreiung von Millionenerbschaften usw., ist es nun Zeit, gegenzusteuern."
Die nordrhein-westfälische Linke kündigt derweil an die Frage der Vermögensverteilung ins Zentrum des bevorstehenden Landtagswahlkampfes im Frühjahr nächsten Jahres zu stellen.
Pressemitteilung, Die Linke NRW, 6. Februar 2026

