Zehntausend Menschen haben keine Böcke auf Höcke
Um den Auftritt des Faschisten Björn Höcke am Montag, dem 23. Februar in Düsseldorf Garath entgegenzutreten, kamen viel mehr Menschen nach Düsseldorf Garath als zuvor gedacht. Auch die Linke NRW hatte mobilisiert. Als Anlaufpunkt diente eine angemeldete Mahnwache, direkt an dem Sammelpunkt des Demozuges von DSSQ. Hier wurden etliche Trillerpfeifen ausgegeben, rote Luftballons mit Helium befüllt und Unterschriften für das Bündnis AFD Verbot NRW gesammelt. Ab 16 Uhr füllte es sich langsam und bis um circa 16.45 vor lauter Menschen kaum noch etwas von der Straße zu sehen war, gab es Live-Musik von Renan Cengiz.
Als der Demozug sich dann mit etlicher Verspätung in Richtung Kulturhaus Garath in Bewegung setzte, waren bereits rund 10.000 Antifaschistinnen und Antifaschisten zusammengekommen. Weder der anhaltende Regen, noch die Sperrungen von Bahnhof und Straßen nach Garath konnten den großen Widerstand aufhalten.
Und auch die Linke zeigt hier: sie ist zurück! Nicht nur zurück in den Parlamenten, sondern auch mit einem großen, roten, linken Block als Teil der Demo. In ihrer Rede auf der Abschlusskundgebung, sagt die Antifaschistische Sprecherin der Linken NRW, Manu Cengiz Bechert: „Für uns als linke Partei ist es keine Option zu schweigen, wenn Faschisten auftreten. Es ist unsere politische Verantwortung, es ist unser Selbstverständnis und es ist unsere historische Pflicht, Widerstand zu organisieren, wenn Menschenwürde und Demokratie angegriffen werden."
Denn Faschismus beginne nicht erst mit Gewalt auf der Straße. Er beginne mit Worten. Mit Ausgrenzung. Mit der systematischen Entwertung von Menschen. Mit der Lüge, dass manche weniger wert seien als andere. Genau deshalb brauchte es eine klare Haltung – heute mehr denn je, so Cengiz Bechert weiter.
Sie beendete ihre mitreißende Rede mit den Worten: „Eine solidarische Gesellschaft lebt nicht vom Zuschauen. Sie lebt vom Handeln. Sie lebt davon, dass Menschen wie wir aufstehen, wenn Unrecht geschieht. Sie lebt davon, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Die Linke Nordrhein-Westfalen wird sich immer, entschlossen und mit aller Kraft diesen faschistischen Kräften in den Weg stellen. Hier, auf der Straße, in Demozügen, in Blockaden, beim zivilen Ungehorsam und in der Politik, den Räten und Bühnen.
Kein Fußbreit den Faschisten.
Nicht hier. Nicht heute. Nicht morgen. Nirgendwo."
Pressemitteilung Die Linke NRW, 24. Februar 2026

