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Pressemitteilung: "Unverhältnismäßig, widersprüchlich und ohne Dialog"

PM – Die Linke Fraktion Herne/Wanne-Eickel

Die Fraktion Die Linke Herne zeigt sich irritiert über das von der Stadtverwaltung ausgesprochene pauschale Verbot, in Herner Vereinsheimen Spiele der Fußball‑WM 2026 gemeinsam zu schauen. Die Begründungen der Verwaltung seien widersprüchlich, rechtlich fragwürdig und ohne vorherige Abstimmung mit den politischen Gremien erfolgt.

„Die Entscheidung ist weder verhältnismäßig noch nachvollziehbar“

Alexander Ostrowski, Mitglied im Sportausschuss, kritisiert die Vorgehensweise deutlich: „Ein pauschales Verbot ohne jede Einzelfallprüfung widerspricht grundlegenden verwaltungsrechtlichen Prinzipien. Die Stadt darf nicht einfach erklären, dass sie keinerlei Genehmigungen erteilen wird – das ist rechtlich wie politisch nicht haltbar.“

Zudem weist Ostrowski auf die widersprüchliche Argumentation der Verwaltung hin: „Wenn Vereinsheime angeblich baulich ungeeignet sind, müsste die Stadt diese Nutzung grundsätzlich untersagen – nicht nur zur WM. Dass diese Räume seit Jahren für Versammlungen, Feiern und Jugendarbeit genutzt werden, zeigt: Die Begründung ist konstruiert und nicht konsistent.“

„Die Vereine brauchen Unterstützung – keine Drohkulisse“

Auch die Fraktionsvorsitzende Veronika Buszewski zeigt sich irritiert über Ton und Inhalt des Verwaltungsschreibens: „Die Vereine leisten unverzichtbare Arbeit für den Zusammenhalt in unserer Stadt. Statt sie mit Drohungen und pauschalen Verboten zu konfrontieren, braucht es Dialog, Augenmaß und praktikable Lösungen.“

Buszewski betont zudem die politische Dimension: „Dass der Fachbereich Sport sich für unzuständig erklärt, aber gleichzeitig ein Verbot ausspricht und Maßnahmen androht, ist verwaltungslogisch fragwürdig. Solche Entscheidungen gehören in den Sportausschuss – nicht in eine Rundmail.“

Ostrowski ergänzt: „Zudem leisten gerade internationale Sportereignisse einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und zum gesellschaftlichen Miteinander.“

Die Linke fordert Rücknahme des Verbots und transparente Klärung

Die Fraktion fordert die Verwaltung auf,

   • das pauschale Verbot sofort zurückzunehmen,

   • Einzelfallprüfungen zu ermöglichen,

   • die Zuständigkeiten zwischen den Fachbereichen klarzustellen,

   • und gemeinsam mit den Vereinen rechtssichere und verhältnismäßige Lösungen zu entwickeln.

„Die WM ist ein gesellschaftliches Ereignis, das Menschen zusammenbringt“, so Buszewski. „Herne sollte das nicht verhindern, sondern verantwortungsvoll ermöglichen.“


Pressemitteilung Die Linke Fraktion Herne/Wanne-Eickel, vom 16. Juni 2026

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