Versorgungslücken? Ausschuss schaut weg SPD, CDU und AfD blockieren MVZ Prüfung
Die Fraktion Die Linke Herne/Wanne‑Eickel kritisiert, dass SPD, CDU und AfD im Sozialausschuss die reine Prüfung eines kommunalen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) abgelehnt haben. Damit verweigert die Ausschussmehrheit eine sachliche Analyse der drohenden Versorgungslage in Herne.
Besonders irritierend ist der Ablauf der Sitzung: SPD, CDU und AfD lehnten den Antrag ab, ohne einen einzigen Satz zur Sache zu sagen und ohne irgendeine Begründung zu liefern. Die Ausschussmehrheit verweigerte damit nicht nur die Prüfung, sondern auch jede inhaltliche Auseinandersetzung mit der Frage, wie die medizinische Versorgung in Herne gesichert werden kann.
Zoe Lampart, Mitglied im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit, Senioren und Inklusion, spricht von einer gefährlichen politischen Haltung: „Versorgungslücken? Ausschuss schaut weg – genau das ist das Problem. Wer nicht einmal prüfen will, wie wir die medizinische Versorgung sichern können, handelt verantwortungslos.“
Der Antrag der Linken sah ausdrücklich keine Gründung, sondern eine umfassende Prüfung vor: Bedarfsplanung, gefährdete Praxen, mögliche Rechtsformen, Gespräche mit der KVWL. Lampart betont: „Viele Praxen stehen kurz vor dem Ruhestand. Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir wohnortnahe Versorgung – und das trifft zuerst die Menschen in belasteten Stadtteilen.“
Fraktionsvorsitzende Veronika Buszewski kritisiert die Blockade scharf: „SPD, CDU und AfD schützen nicht die Patientinnen, sondern den Stillstand. Die Ablehnung einer Prüfung ist ein Schlag ins Gesicht aller, die auf eine verlässliche Gesundheitsversorgung angewiesen sind.“
Kommunale MVZ können ein erfolgreiches Instrument sein, um Praxisschließungen zu verhindern und Versorgungslücken zu schließen. Sie bieten attraktive Anstellungsverhältnisse, sichern Nachfolgen und verhindern Kommerzialisierung. Buszewski stellt klar: „Dass Herne sich sogar der Analyse verweigert – das ist politisch kaum nachvollziehbar und fachlich nicht zu rechtfertigen.“
Lampart abschließend: „Gesundheit ist Daseinsvorsorge. Wer das ignoriert, stellt parteipolitische Reflexe über das Wohl der Bevölkerung.“
Pressemitteilung Die Linke Fraktion Herne/Wanne-Eickel, 14. Juli 2026

